Körperschaftsteuer in Dubais Freizonen: Die Eckpunkte der neuen Regelung 2025
Die Vereinigten Arabischen Emirate festigen weiterhin ihre Position als eines der dynamischsten und attraktivsten Geschäftszentren der Welt. Als deutliches Zeichen ihres Engagements für regulatorische Klarheit und Investitionsförderung hat das Finanzministerium eine wichtige Aktualisierung der Steuergesetzgebung bekannt gegeben, die Unternehmen in ihren prestigeträchtigen Freizonen direkt betrifft. Diese neue Regelung, die 2025 in Kraft tritt, präzisiert die Bedingungen für den Zugang zum begehrten 0%-Satz der Körperschaftsteuer und bietet somit größere Rechtssicherheit und neue Möglichkeiten. Ein umfassendes Verständnis der Körperschaftsteuer in Dubais Freizonen ist heute mehr denn je ein kritischer Faktor für jeden Unternehmer oder Investor, der seine Unternehmens- und Steuerstruktur global optimieren möchte.
Was ist die Körperschaftsteuer in den VAE und warum ist sie für Freizonen relevant?
Bevor wir uns den Neuerungen widmen, ist es grundlegend, den Kontext zu verstehen. Im Jahr 2023 führten die VAE eine bundesweite Körperschaftsteuer mit einem allgemeinen Satz von 9% auf Nettogewinne über 375.000 AED ein. Das Fundament ihrer steuerlichen Attraktivität war jedoch stets die bevorzugte Behandlung von in Freizonen (Free Zones) ansässigen Unternehmen.
Diese Unternehmen können von einem Steuersatz von 0% auf ihre ‚Qualifizierten Einkünfte‘ (Qualifying Income) profitieren, sofern sie eine Reihe von Anforderungen erfüllen. Diese Unterscheidung ist entscheidend: Nicht alle Aktivitäten und nicht alle Einkünfte eines Freizonenunternehmens qualifizieren automatisch für die Befreiung. Die Vorschriften definieren genau, was als ‚Qualifizierte Aktivität‘ und was als ‚Ausgeschlossene Aktivität‘ gilt. Daher haben alle Änderungen dieser Definitionen, wie die kürzlich angekündigte, direkte und erhebliche Auswirkungen auf die Steuerplanung Tausender Unternehmen. Die korrekte Anwendung der Vorschriften zur Körperschaftsteuer in Dubais Freizonen ist der Schlüssel zu einem der wettbewerbsfähigsten Steuersysteme der Welt.
Die neue Regelung 2025: Ministerialerlasse 229 und 230 im Detail
Die Gesetzesänderung wird durch zwei neue Ministerialerlasse umgesetzt. Ministerialerlass Nr. 229 von 2025 hebt den vorherigen (Nr. 265 von 2023) auf und ersetzt ihn als neuen Eckpfeiler, der die Qualifizierten und Ausgeschlossenen Aktivitäten definiert. Ergänzt wird dies durch Ministerialerlass Nr. 230 von 2025, der die anerkannten Preisagenturen spezifiziert, ein technisches, aber für Handelsunternehmen sehr wichtiges Detail.
Ziel dieser Aktualisierungen ist es, wie das Finanzministerium selbst mitgeteilt hat, zweifach: Einerseits sollen die Steuerrahmen der VAE an internationale Standards für Transparenz und Fairness angepasst werden; andererseits soll die zentrale Rolle der Freizonen in der wirtschaftlichen Diversifizierungsstrategie des Landes gestärkt werden.
Das Finanzministerium betonte die entscheidende Rolle der Freizonen bei der Ankurbelung des Wirtschaftswachstums der VAE, der Anziehung von Investitionen und der Förderung eines günstigen Geschäftsumfelds. Die neuen Entscheidungen spiegeln dieses Engagement und den Willen wider, ein unterstützendes Umfeld im Einklang mit internationalen Steuerstandards zu bieten.
Dieser strategische Schritt stärkt das Vertrauen internationaler Investoren, die ein Unternehmen in Dubai gründen möchten, da sie wissen, dass sie in einer seriösen, stabilen und sich ständig verbessernden Jurisdiktion operieren.
Wesentliche Änderungen bei der Körperschaftsteuer für Freizonen
Die neue Gesetzgebung führt mehrere wichtige Änderungen und Klarstellungen ein, die die Möglichkeiten für Unternehmen erweitern und die Unsicherheit verringern. Analysieren wir die relevantesten Änderungen:
Erweiterung der ‚Qualifizierten Aktivitäten‘: Mehr Möglichkeiten für 0%
Die vielleicht bedeutendste Änderung ist die Ausweitung des Umfangs des ‚Qualifizierten Rohstoffhandels‘ (Qualifying Commodity Trading). Die frühere Regelung beschränkte diese Aktivität auf Rohstoffe ‚in ihrer rohen Form‘, eine Definition, die gewisse Unklarheiten hervorrief. Die neue Regelung beseitigt diese Einschränkung und erweitert die Liste der förderfähigen Produkte. Die wichtigsten Neuerungen sind:
- Entfall des ‚in roher Form‘-Erfordernisses: Der Handel mit Metallen, Mineralien, Energie und landwirtschaftlichen Produkten ist nun unabhängig von ihrem Verarbeitungszustand erlaubt, solange ein Notierter Preis existiert.
- Einbeziehung neuer Produkte: Industrielle Chemikalien, mit qualifizierten Rohstoffen verbundene Nebenprodukte und Umweltrohstoffe (wie Emissionsgutschriften) werden explizit hinzugefügt.
- Bedeutung des ‚Notierten Preises‘: Die Förderfähigkeit ist daran geknüpft, dass der Rohstoff einen ‚Notierten Preis‘ an einem Anerkannten Rohstoffmarkt oder über eine Anerkannte Preisinformationsagentur hat. Dies bringt Objektivität und Transparenz ins System.
Diese Erweiterung ermöglicht es mehr Handelsunternehmen, sich über eine Freizone zu strukturieren und vom 0%-Satz der Körperschaftsteuer in Dubais Freizonen zu profitieren.
Klarheit bei Treasury- und Finanzdienstleistungen
Die neue Regelung schafft auch Klarheit bei Treasury- und Finanzaktivitäten. Einer der wichtigsten Punkte ist die explizite Anerkennung der ‚Eigeninvestition‘ (self-investment) als Teil der Qualifizierten Aktivität von Treasury-Dienstleistungen. Das bedeutet, dass ein Unternehmen seine eigenen Investitionen oder die seiner Verbundenen Parteien (Related Parties) verwalten kann und diese Einkünfte für den 0%-Satz qualifizieren können. Dies ist eine hervorragende Nachricht für Holdings, Family Offices und Investmentfonds, die Dubai als Basis für ihre Finanzgeschäfte nutzen.
Definición de ‚Notierter Preis‘ y Agencias Reconocidas
Um Handelsunternehmen vollständige Sicherheit zu geben, veröffentlicht Ministerialerlass Nr. 230 von 2025 eine offizielle Liste der ‚Anerkannten Preisinformationsagenturen‘. Indem die Regierung definiert, welche Agenturen für die Bestimmung des ‚Notierten Preises‘ eines Rohstoffs gültig sind, beseitigt sie jegliche Unklarheit. Unternehmen haben nun eine klare und offizielle Richtlinie, um sicherzustellen, dass ihre Operationen die Anforderungen erfüllen und ihre Steuerposition mit voller Sicherheit verteidigen können.
Flexibilität bei der Verteilung aus Designierten Zonen
Eine weitere technische, aber relevante Anpassung betrifft die Verteilung von Gütern aus einer ‚Designierten Zone‘ (Designated Zone), d.h. Freizonen mit spezifischen Zollkontrollen. Die Norm stellt klar, dass Transaktionen mit gemeinnützigen Einrichtungen den ‚De-minimis‘-Schwellenwert nicht negativ beeinflussen. Dieser Schwellenwert erlaubt es Unternehmen, einen kleinen Anteil ’nicht qualifizierter‘ Einkünfte zu haben, ohne ihren bevorzugten Steuerstatus zu verlieren. Diese Klarstellung bietet Logistik- und Distributionsunternehmen größere operative Flexibilität.
Was bedeuten diese Änderungen für Ihr Unternehmen in Dubai?
Über die technischen Details hinaus senden diese Aktualisierungen eine klare Botschaft an die Geschäftswelt und haben sehr positive praktische Auswirkungen für diejenigen, die bereits in Dubai tätig sind oder ihren steuerlichen Wohnsitz nach Dubai zu verlegen erwägen:
- Größere Rechtssicherheit: Klarheit ist der beste Verbündete der Unternehmen. Durch die präzisere Definition von Begriffen und die Veröffentlichung von Listen anerkannter Agenturen reduziert die Regierung der VAE die Unsicherheit und ermöglicht es Unternehmen, ihre langfristigen Steuerstrategien mit größerem Vertrauen zu planen.
- Neue Geschäftsmöglichkeiten: Die Erweiterung der qualifizierten Aktivitäten, insbesondere im Rohstoffhandel und bei Finanzdienstleistungen, bedeutet, dass nun mehr Geschäftsmodelle den vollen Nutzen aus dem 0%-Satz ziehen können. Dies positioniert Dubai als noch attraktiveren Standort für diese Sektoren.
- Konsolidierung als Global Hub: Diese Maßnahmen stärken das Image der VAE als eine Jurisdiktion, die zwar ein modernes Steuersystem einführt, dies aber intelligent und wettbewerbsfähig tut, indem sie die Sektoren schützt und fördert, die für ihr Wachstum entscheidend waren.
Kurz gesagt, die Entwicklung der Körperschaftsteuer in Dubais Freizonen zeigt eine proaktive Anpassung an die Bedürfnisse des globalen Marktes, die ein außerordentlich günstiges Steuerumfeld aufrechterhält.
Fazit: Eine steuerlich attraktive und sichere Zukunft
Die neue Regelung zur Körperschaftsteuer in Dubais Freizonen für 2025 ist keine radikale Änderung, sondern eine intelligente und strategische Verfeinerung. Sie konsolidiert bestehende Vorteile, erweitert die Möglichkeiten für bestimmte Sektoren und schafft dringend benötigte Klarheit. Für internationale Investoren und Unternehmer bedeutet dies ein noch sichereres, vorhersehbareres und vorteilhafteres Umfeld, um ihr Geschäft aufzubauen und auszubauen.
Das Steuerumfeld in Dubai entwickelt sich ständig weiter, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Um sicherzustellen, dass Ihre Unternehmensstruktur die Vorteile des 0%-Satzes der Körperschaftsteuer optimal nutzt und alle neuen Vorschriften erfüllt, ist eine fachkundige Beratung unerlässlich. Die Navigation durch diese Vorschriften erfordert tiefgreifendes und aktuelles Wissen. Kontaktieren Sie das Team von My Dubai Way für eine persönliche Beratung und machen Sie den ersten Schritt zu Ihrem Erfolg in einem steuerlich optimierten Umfeld.

